Wasserreporter
Donnerstag, 15. Mai 2008
Wasser & Berlin - eine Liebe!
Foto: www.nrhz.de
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Geschrieben von Kanadaria Redaktion in Wasserphilosophie um 13:28 | Kommentare (0)
Donnerstag, 28. Februar 2008
Gebt der Meerespolitik ein Gesicht
Nikolaus Gelpke, Jahrgang 1962, ist Verleger und Chefredakteur von mare. Der Meereskundler betrachtet die drei Viertel der Erde seit mehr als 20 Jahren in erster Linie politisch. Ursächlich dafür ist vor allem Elisabeth Mann Borgese, die ihn vor zehn Jahren in den Aufsichtsrat des International Ocean Institute brachte. Seit einigen Jahren ist er auch als Vizepräsident dieser Seerechtsorgani sation mitverantwortlich.
Das Meer hat keine Lobby. Delfine haben eine, Wale und Robben. Auch Strände, Container und Häfen. Aber das Meer nicht. Denn das Meer an sich ist schwer vermittelbar. Es ist zu seinen größten Teilen tief, dunkel und kalt. Wir können nur schwer hineinsehen, und da wir uns fast ausschließlich an den Rändern der riesigen Ozeane aufhalten, bleiben uns auch ihre Weiten zumeist verschlossen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Grund lagen der Nahrungskette, die einzelligen Algen und Bakterien, nicht wie Wiesen oder Bäume an Land greifbar sind. Wegen dieses Unkonkreten, des Nichtsichtbaren und Unfassbaren, führen nur noch Katastrophen zu einer erhöhten Wahrnehmung von Missständen. Erst wenn Vögel, Robben oder Wale tot oder verölt am Strand angeschwemmt werden und Fernseh- und Fotokameras diese Bilder in unsere Köpfe übertragen, merken wir auf und protestieren gegen einen allzu leichtfertigen Umgang mit dem Meer. Erst dann rufen wir nach der Politik. Doch wir können nicht immer warten bis zum nächsten Tankerunfall, zum nächsten Jahrhundertsturm. Verantwortliche Politik agiert vorausschauend. Es braucht jedoch starke politische Strukturen, um die Menschen mit nachhaltiger Wirkung über die Ozeane und ihren Schutz zu informieren. Erst dann besteht die Chance, dass die Meere die Aufmerksamkeit bekommen, die sie so dringend be nötigen.
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Geschrieben von Nikolaus Gelpke in Wasserphilosophie um 19:21 | Kommentare (3)
